Offizielles Regulierungssiegel mit Waage der Gerechtigkeit, goldgeprägt auf dunklem Papier

Online Casino Lizenz Deutschland — GlüStV erklärt &
geprüfte GGL-Anbieter 2026

Seit dem 1. Juli 2021 regelt der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV) den deutschen Online-Casino-Markt über die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL). Diese Seite erklärt, was eine GGL-Lizenz für Spieler bedeutet, und listet die Anbieter, die wir mit aktiver deutscher GGL-Lizenz geprüft haben. Der tagesaktuelle Lizenzstatus jedes beliebigen Casinos lässt sich jederzeit direkt auf der offiziellen GGL-Whitelist nachschlagen.

10 Von uns geprüfte GGL-Anbieter
GGL Regulierer
1.000 € Monatl. Einzahlungslimit

Lizenzstatus eines Casinos prüfen

Die verbindliche, tagesaktuelle Quelle für den Lizenzstatus jedes Anbieters ist die offizielle Whitelist der GGL — dort lässt sich jeder Name einzeln nachschlagen, inklusive der jeweils erlaubten Glücksspielart (virtuelle Automatenspiele, Sportwetten, Online-Poker).

Offizielle GGL-Whitelist öffnen gluecksspiel-behoerde.de — Anbieter einzeln nachschlagen

Die von uns getesteten Anbieter mit deutscher GGL-Lizenz finden Sie direkt in der Übersicht unten.

Von uns geprüfte GGL-lizenzierte Anbieter

Diese Anbieter haben wir einzeln getestet und halten nach unserer Recherche eine deutsche GGL-Lizenz für virtuelle Automatenspiele. Für die verbindliche Bestätigung des aktuellen Status siehe die offizielle Whitelist oben.

Anbieter Lizenz RTP Bewertung Testbericht
StarGames GGL 96.0 % 10.0 / 10 Zum Testbericht →
Löwen Play GGL 94.0 % 9.8 / 10 Zum Testbericht →
bwin Casino GGL 96.5 % 9.8 / 10 Zum Testbericht →
Lapalingo GGL 95.0 % 9.4 / 10 Zum Testbericht →
Wildz GGL 96.0 % 9.2 / 10 Zum Testbericht →
AdmiralBet Casino GGL 94.0 % 9.4 / 10 Zum Testbericht →
Merkur Slots GGL 93.0 % 9.6 / 10 Zum Testbericht →
Novoline GGL 93.0 % 9.2 / 10 Zum Testbericht →
bet-at-home GGL 96.0 % 9.2 / 10 Zum Testbericht →
Betano Casino GGL 96.0 % 9.4 / 10 Zum Testbericht →

Angaben basieren auf eigener Recherche zum Redaktionsstand 2026 — ohne Gewähr. Für rechtsverbindliche Informationen die offizielle GGL-Whitelist konsultieren. 18+. Glücksspiel kann süchtig machen. Hilfe bei Spielsucht: BZgA.

Was ist der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV)?

Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 — kurz GlüStV 2021 — ist das zentrale Regelwerk für Online-Glücksspiel in Deutschland. Er trat am 1. Juli 2021 in Kraft und ersetzte den Glücksspielstaatsvertrag 2012, der Online-Casinospiele de facto verboten hatte. Die Neuregelung öffnet den deutschen Markt erstmals bundesweit für lizenzierte Online-Casinos, Online-Poker und Sportwetten — unter strengen Auflagen.

Der Vertrag wurde von allen 16 Bundesländern unterzeichnet und legt einheitliche Standards für Spielerschutz, Werbung, Geldwäscheprävention und technische Anforderungen fest. Kernelemente sind das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro, die Pflicht zur Anbindung an das OASIS-Sperrsystem und an das LUGAS-Limitsystem sowie das Verbot von Autoplay-Funktionen bei Slots.

Wichtig zu verstehen: Der GlüStV 2021 hat keine rückwirkende Wirkung für Spieler. Spielerverluste bei nicht-lizenzierten Anbietern vor dem 1. Juli 2021 können jedoch nach gefestigter BGH-Rechtsprechung zivilrechtlich zurückgefordert werden, da die Verträge nach §134 BGB i.V.m. §4 GlüStV nichtig waren.

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) — Aufgaben und Befugnisse

Die GGL wurde als gemeinsame Behörde aller 16 deutschen Bundesländer gegründet und hat ihren Sitz in Halle (Saale). Sie nahm ihre Tätigkeit am 1. Juli 2021 auf und übernahm damit die Zuständigkeit für Online-Glücksspiel von den einzelnen Landesbehörden.

Die Aufgaben der GGL umfassen vier Kernbereiche: Erstens die Lizenzvergabe — die Prüfung und Erteilung von Lizenzen für Online-Automatenspiele, Poker und Sportwetten. Zweitens die laufende Aufsicht über lizenzierte Anbieter, einschließlich technischer Prüfungen und Compliance-Kontrollen. Drittens die Bekämpfung illegalen Glücksspiels — die GGL kann IP-Sperren, Zahlungssperren und Bußgelder gegen unerlaubte Anbieter verhängen. Viertens betreibt sie das nationale Sperrsystem OASIS und das Einzahlungslimitsystem LUGAS.

Die GGL verfügt über weitreichende Befugnisse: Sie kann Lizenzen entziehen oder suspendieren, Bußgelder von bis zu 500.000 Euro verhängen, Zahlungsdienstleister zur Sperrung von Transaktionen an nicht-lizenzierte Anbieter verpflichten und Strafanzeige erstatten. Seit 2023 geht die GGL verstärkt gegen Werbung nicht-lizenzierter Anbieter vor.

Was bedeutet eine deutsche Casino-Lizenz für Spieler?

Für Spieler hat die GGL-Lizenz eines Anbieters mehrere konkrete Auswirkungen. Das bekannteste Element ist das monatliche Einzahlungslimit: Maximal 1.000 Euro dürfen im gesamten deutschen Markt über alle lizenzierten Anbieter zusammen eingezahlt werden. Das System LUGAS überwacht dies anbieterübergreifend.

Außerdem sind alle lizenzierten Anbieter an OASIS angebunden — das bedeutet, eine Selbstsperre bei einem Anbieter gilt automatisch bei allen anderen lizenzierten Anbietern in Deutschland. Zusätzlich sind Einsatzlimits pro Spielrunde gesetzlich vorgeschrieben: Bei virtuellen Automatenspielen ist der maximale Einsatz auf einen Euro pro Spin begrenzt. Autoplay-Funktionen, die automatisch eine Abfolge von Spielrunden auslösen, sind verboten.

Der rechtliche Schutz ist ein weiterer zentraler Vorteil: Bei einem GGL-lizenzierten Anbieter sind Vertragsstreitigkeiten nach deutschem Recht lösbar, der Datenschutz unterliegt der DSGVO, und Einzahlungen genießen einen gewissen Schutz durch die regulatorischen Anforderungen an Zahlungsabwicklung und Kontenführung.

Online Casinos ohne deutsche Lizenz — Malta, Curacao und Co.

Zahlreiche Online-Casinos, die sich an deutsche Spieler richten, operieren ohne GGL-Lizenz. Die häufigsten Ausgangspunkte sind die Malta Gaming Authority (MGA), die Gibraltar Regulatory Authority (GRA) und die Curacao eGaming.

Die MGA gilt als relativ strenge europäische Regulierungsbehörde und ihr Lizenzrahmen ist deutlich anspruchsvoller als Curacao. Dennoch: Eine MGA-Lizenz allein berechtigt seit dem GlüStV 2021 nicht zum Betrieb in Deutschland. Ob ein konkreter MGA-lizenzierter Betreiber zusätzlich eine deutsche GGL-Lizenz hält, lässt sich für jeden Anbieter einzeln auf der offiziellen GGL-Whitelist prüfen.

Anders bei Curacao: Das Curacao-Lizenzmodell ist bekannt für niedrige Anforderungen und geringes Schutzniveau. Anbieter mit ausschließlich Curacao-Lizenz sind in Deutschland illegal tätig. Es fehlen OASIS-Anbindung, Einzahlungslimits und jeder belastbare Spielerschutz. Zudem haben Spieler bei Streitigkeiten de facto keinen Rechtsweg. Die GGL geht zunehmend aktiv gegen Curacao-Anbieter vor, die deutschen Spielern Werbung schalten.

OASIS: Das Sperrsystem der GGL

OASIS — die Abkürzung steht für Übergreifendes Anbieter-übergreifendes Sperrsystem für inländische Spieler — ist das bundesweite Online-Selbstsperrsystem. Es wurde mit dem GlüStV 2021 eingeführt und ist unter oasis-system.de erreichbar.

Eine Selbstsperre über OASIS gilt bei allen GGL-lizenzierten Online-Casinos gleichzeitig. Die Mindestdauer beträgt drei Monate, es gibt keine automatische Aufhebung — Spieler müssen die Sperre aktiv beantragen, und die Freigabe erfolgt erst nach einer Wartezeit. Zusätzlich zur Selbstsperre können auch Angehörige oder Behörden eine Fremdsperre beantragen.

Für Anbieter ist die OASIS-Anbindung eine Pflichtvoraussetzung für die GGL-Lizenz. Wer gesperrte Spieler trotzdem spielen lässt, riskiert den Lizenzentzug und hohe Bußgelder. In der Praxis prüfen alle lizenzierten Anbieter bei jedem Login den OASIS-Status des Spielers in Echtzeit.

Einzahlungslimits: Was schreibt der GlüStV vor?

Das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro ist eine der auffälligsten Schutzmaßnahmen des GlüStV 2021. Es gilt anbieterübergreifend: Das LUGAS-System erfasst alle Einzahlungen bei GGL-lizenzierten Anbietern in Echtzeit und blockiert Einzahlungen, die das monatliche Gesamtlimit überschreiten würden.

Spieler haben die Möglichkeit, ein niedrigeres persönliches Limit zu setzen. Eine Erhöhung des selbst gesetzten Limits — also von 500 Euro auf 1.000 Euro — ist frühestens nach sieben Tagen wirksam. Eine Absenkung dagegen wirkt sofort. Das Prinzip ist bewusst asymmetrisch gestaltet, um impulsive Erhöhungen zu erschweren.

Wichtig: Das Limit gilt nur für GGL-lizenzierte Anbieter. Bei nicht-lizenzierten Casinos gibt es weder LUGAS-Anbindung noch eine technische Limitierung — Spieler können dort unbegrenzt einzahlen, ohne jede regulatorische Kontrolle.

So erkennst du lizenzierte Online Casinos in Deutschland

Es gibt mehrere zuverlässige Erkennungsmerkmale für GGL-lizenzierte Anbieter in Deutschland. Das wichtigste ist die Lizenzangabe im Footer oder Impressum des Casinos. Der verbindliche Nachweis ist jedoch die offizielle GGL-Whitelist, auf der sich jeder Anbieter einzeln und tagesaktuell nachschlagen lässt.

Zusätzliche Merkmale: Ein lizenziertes Casino zeigt beim Login oder im Profil das aktuelle Einzahlungslimit und den bisherigen Monatsverbrauch an. Es gibt einen direkten Link zur Selbstsperre über OASIS. Der maximale Einsatz bei Slots ist auf einen Euro pro Spin begrenzt — wer also höhere Einsätze spielen kann, spielt mit hoher Wahrscheinlichkeit bei einem nicht-lizenzierten Anbieter.

Der schnellste Weg ist unser GGL-Checker oben auf dieser Seite: Anbieternamen eingeben, sofortiger Status-Check gegen die aktuelle Lizenzliste. Alternativ können Sie das öffentliche Lizenzregister der GGL unter gluecksspiel-behoerde.de direkt aufrufen.

Häufige Fragen zur Online Casino Lizenz in Deutschland

Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) ist ein Staatsvertrag aller 16 deutschen Bundesländer, der seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist. Er schafft erstmals einen legalen bundesweiten Rahmen für Online-Casinospiele, Sportwetten und Poker im Internet. Zuvor galten nur Ausnahmen für Schleswig-Holstein. Der GlüStV 2021 verpflichtet Anbieter zur Einholung einer deutschen Lizenz bei der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) und schreibt Spielerschutzmaßnahmen wie Einzahlungslimits, OASIS-Anbindung und Einsatzbeschränkungen vor.

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) ist die zuständige Regulierungsbehörde für Online-Glücksspiel in Deutschland. Sie wurde 2021 mit Sitz in Halle (Saale) gegründet und nimmt seit dem 1. Juli 2021 ihre Tätigkeit auf. Zu ihren Aufgaben gehören die Erteilung und Überwachung von Lizenzen für Online-Casinospiele, Sportwetten und Poker, die Stärkung des Spielerschutzes, die Bekämpfung illegalen Glücksspiels und die Verwaltung des OASIS-Sperrsystems.

Ein GGL-lizenziertes Casino muss im Impressum seine Lizenzangabe ausweisen. Der zuverlässigste Weg ist die offizielle GGL-Whitelist unter gluecksspiel-behoerde.de, auf der alle aktuell erlaubten Anbieter für virtuelle Automatenspiele, Sportwetten und Online-Poker einzeln nachschlagbar sind. Zusätzlich sind GGL-lizenzierte Casinos an das OASIS-Sperrsystem angebunden, bieten ein monatliches Einzahlungslimit von maximal 1.000 Euro an und dürfen keine Autoplay-Funktionen für Slots anbieten.

OASIS (Übergreifendes Anbieter-übergreifendes Sperrsystem für inländische Spieler) ist das nationale Spielersperrsystem in Deutschland, das von der GGL verwaltet wird. Alle GGL-lizenzierten Anbieter müssen an OASIS angebunden sein. Spieler können sich selbst sperren lassen — die Sperre gilt dann automatisch bei allen lizenzierten Anbietern bundesweit. Eine Selbstsperre ist unter oasis-system.de möglich. Die Mindestdauer einer Selbstsperre beträgt drei Monate.

Der GlüStV 2021 schreibt für alle GGL-lizenzierten Anbieter ein monatliches Einzahlungslimit von maximal 1.000 Euro pro Spieler vor — anbieterübergreifend. Das bedeutet: Wer bei Casino A bereits 600 Euro im laufenden Monat eingezahlt hat, kann bei Casino B noch maximal 400 Euro einzahlen. Die Überwachung erfolgt über das LUGAS-System (Limitübergreifendes und Zentrales Spielersperrsystem), an das alle Anbieter angebunden sind.

Die GGL vergibt Lizenzen bundesweit ausschließlich für drei Kategorien: virtuelle Automatenspiele (Slots), Online-Poker und Sportwetten — jede als eigene Lizenzkategorie. Klassische Online-Tischspiele wie Roulette und Blackjack sowie Live-Casino-Angebote sind privaten Anbietern über die GGL nicht zugänglich; sie können ausschließlich über einzelne Bundesländer und deren eigene Konzessionen angeboten werden, nicht über eine bundesweite GGL-Lizenz. Progressive Jackpots in der bisherigen Form sind nach GlüStV 2021 ebenfalls nicht erlaubt.

Eine MGA-Lizenz (Malta Gaming Authority) allein berechtigt nicht zum Betrieb in Deutschland. Seit dem 1. Juli 2021 müssen alle Anbieter, die deutschen Spielern Online-Casinospiele anbieten, zusätzlich eine GGL-Lizenz besitzen. Viele bekannte MGA-lizenzierte Casinos haben inzwischen eine GGL-Lizenz beantragt und erhalten. Wer einen deutschen MGA-Anbieter ohne GGL-Lizenz nutzt, bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone — Einzahlungen können theoretisch zurückgefordert werden.

Nein. Eine Curacao-Lizenz ist in Deutschland keine Grundlage für legales Online-Glücksspiel. Curacao hat ein sehr niedriges Regulierungsniveau und keine gegenseitige Anerkennungsvereinbarung mit Deutschland. Anbieter, die ausschließlich mit einer Curacao-Lizenz operieren und sich an deutschen Spieler richten, sind in Deutschland illegal. Spieler, die dort spielen, haben keinen rechtlichen Schutz, keine Einzahlungslimits-Überwachung und kein Zugang zum OASIS-Sperrsystem.

Wenn die GGL einem Anbieter die Lizenz entzieht oder suspendiert, muss der Betreiber den deutschen Markt sofort verlassen. Bestehende Spielerkonten müssen abgewickelt werden, Guthaben müssen ausgezahlt werden. Ob ein bestimmter Anbieter aktuell eine aktive Lizenz hat, lässt sich jederzeit auf der offiziellen GGL-Whitelist prüfen. Spieler bei einem Anbieter mit entzogener Lizenz sollten sofort ihre Guthaben auszahlen lassen und den Anbieter wechseln.

Ja, potenziell. Mehrere deutsche Gerichte sowie der BGH haben in den vergangenen Jahren entschieden, dass Spielverträge mit nicht-lizenzierten Anbietern nach §134 BGB i. V. m. dem Glücksspielrecht nichtig sein können — das ermöglicht Spielern, Einzahlungen als ungerechtfertigte Bereicherung zurückzufordern. Die Rechtslage wird jedoch von Fall zu Fall unterschiedlich beurteilt und hängt unter anderem vom Zeitraum und Sitz des Anbieters ab. Eine auf Glücksspielrecht spezialisierte Kanzlei kann den Einzelfall einschätzen. Gewinne müssen dagegen in der Regel nicht zurückgezahlt werden.

Schleswig-Holstein hatte von 2012 bis 2013 einen Sonderweg und erteilte eigene Online-Glücksspiellizenzen, die über das Ende dieser Periode hinaus weiter galten. Diese Lizenzen wurden von der Schleswig-Holstein Glücksspielaufsicht vergeben und gelten als historisch einzigartiger Präzedenzfall. Seit dem GlüStV 2021 ist die GGL zuständig — neue Lizenzen werden ausschließlich bundesweit vergeben. Bestehende SH-Lizenzen laufen nach und nach aus.

Die GGL gibt keine offiziellen Bearbeitungszeiten bekannt. In der Praxis dauerte die Erteilung der ersten Lizenzen 2021/2022 mehrere Monate bis über ein Jahr. Seit 2023 hat sich der Prozess etwas beschleunigt. Große, etablierte Anbieter mit bestehenden Compliance-Strukturen erhalten tendenziell schneller eine Genehmigung. Kleinere oder neue Anbieter warten oft deutlich länger oder erhalten keine Lizenz.

Das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro gilt für alle GGL-lizenzierten Glücksspielangebote gemeinsam — also für Online-Casino und Sportwetten zusammen, sofern der Anbieter beide Kategorien unter derselben LUGAS-Anbindung betreibt. Das bedeutet: Einzahlungen bei einem Casino-Angebot und einem Sportwetten-Angebot desselben Anbieters oder verschiedener Anbieter werden zusammengezählt und dürfen das monatliche Limit nicht übersteigen.

LUGAS (Limitübergreifendes und Übergreifendes Gesamt-Automaten-Spielsystem) ist das anbieterübergreifende Einzahlungslimit-System — es stellt sicher, dass das monatliche Limit von 1.000 Euro bei keinem Anbieter überschritten wird. OASIS dagegen ist das Spielersperrsystem. Beide Systeme ergänzen sich: OASIS sperrt Spieler auf eigenen Wunsch oder behördlich, LUGAS limitiert die Einzahlungen aktiver Spieler. Alle GGL-Anbieter müssen an beide Systeme angebunden sein.

Nach deutschem Steuerrecht sind Gewinne aus Glücksspiel für Privatpersonen grundsätzlich steuerfrei, da Glücksspielgewinne keine Einkünfte im Sinne des Einkommensteuergesetzes sind. Diese Regelung gilt unabhängig davon, ob das Casino eine GGL-Lizenz hat oder nicht. Eine Ausnahme besteht, wenn Glücksspiele gewerblich oder als Profi betrieben werden — dann können Gewinne steuerpflichtig sein. Eine steuerliche Beratung ist im Zweifel empfehlenswert.

Das öffentliche Lizenzregister der GGL ist als durchsuchbare Whitelist unter gluecksspiel-behoerde.de einsehbar. Dort lässt sich jeder Anbieter einzeln nach Name und Glücksspielart (virtuelle Automatenspiele, Sportwetten, Online-Poker) nachschlagen — das ist die verbindliche, tagesaktuelle Quelle. Die von uns geprüften Anbieter mit deutscher GGL-Lizenz finden Sie zusätzlich in der Übersicht weiter unten auf dieser Seite.